Zur Geschichte des Ortes Lippendorf

Der heutige Ort Lippendorf war ehemals das Dorf Medewitzsch.
1934 wurden Lippendorf und Spahnsdorf nach Medewitzsch eingemeindet, das seinen slawischen Namen verlor und den Namen Lippendorf übernahm. In Medewitzsch gab es auch ein Herrensitz, welcher als Rittergut bezeichnet wurde.
Die Erstnennung von Lippendorf erfolgte 1378, von Spahnsdorf 1443 und von Medewitzsch 1279.
Im ehemaligen Lippendorf wurde am 29.Januar 1499 Katharina von Bora, die spätere Frau Martin Luthers, geboren.
Bei Angriffen auf das Werk Böhlen wurden 1944/45 auch Teile des Ortes Lippendorf durch Bomben zerstört.
Mitte der 60er Jahre mussten Spansdorf und Teile Lippendorfs, so auch das ehem. Rittergut dem Kraftwerksbau weichen.
1973 erfolgte die Zusammenführung von Lippendorf und Dorf Kieritzsch zu Lippendorf-Kieritzsch.
Seit 1996 gehört Lippendorf-Kieritzsch zur Gemeinde Neukieritzsch.

Medewitzsch

Historische Landkarte

4 Kommentare zu Zur Geschichte des Ortes Lippendorf

  • Franz Schuchart sagt:

    ich bin Gästeführer in Leipzig aber auch oft im Neuseenland unterwegs.

    Irgendwo her habe ich die Information, daß sich am alten Pfarrhaus in Medewitsch eine Gedenktafel für Katharina von Bora befinden würde, habe aber bisher weder Pfarrhaus noch gedenktafel finden können.
    Können Sie mir helfen?

    Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße
    Franz Schuchart

  • Peter Sander sagt:

    Mit Interesse habe ich Ihre Webseite gelesen. Ich bin auf der Spur von Katharina von Bora.
    Leider finde ich keinen Hinweis auf das Ferrolegierungswerk, dass von 1940 bis 1995 hier existierte und deren Nachfolger auch dort noch zu finden ist. Ich selbst habe dort von 1972 bis 1992 gearbeitet.

  • Joachim Großer sagt:

    Auch andere Orte des Umfeldes von Lippendorf tun sich schwer, das Ferrolegierungswerk Lippendorf mit der territorialen Entwicklung in Verbindung zu bringen.
    Die Gemeinde Großdeuben (jetzt Stadtteil von Böhlen)feierte unlängst mit einem Stadtteilfest das 1000 jährige Bestehen dieses Ortes. In der herausgegeben Festschrift werden zwar einige Betriebe des Umfeldes genannt, aber eben nicht das Ferrowerk, obwohl der frühere Besitzer in Großdeuben seinen Wohnsitz hatte.

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