Peres

Peres lag einmal ca. 15 km südwestlich von Leipzig und ist heute ein Tagebauloch. Peres erfuhr seine urkundliche Ersterwähnung 1096/1150. Allerdings wird es jedoch nach bisher urkundlich unbestätigter Datierung schon 1155 als Klosterhof des Klosters Pegau bezeichnet.
1983 wurde Peres weggebaggert.

Peres
Die Region vor Tagebaubeginn

Die drei Dörfer gingen in ihrer Geschichte den größten Teil des Weges gemeinsam. Peres, Piegel und Pulgar waren uralte Siedlungsstätten. Wohl schon in der vorslawischen Zeit bewohnt, dann von Angehörigen slawischer Stämme als Dörfer gegründet, worauf der jeweilige slawische Wortstamm der Ortsnamen zurückgeführt werden kann, tauchten sie im 11. und 12. Jahrhundert erst so richtig aus dem Dunkel der Geschichte.

Peres und Piegel erfuhren ihre urkundliche Ersterwähnung 1096/1150 (Peres) bzw. 1121/1145 (Piegel), während Pulgar erst seit 1464 urkundlich nachgewiesen ist. Allerdings wird es jedoch nach bisher urkundlich unbestätigter Datierung schon 1155 als Klosterhof des Klosters Pegau bezeichnet. Alle drei Dörfer verdanken also ihren Aufschwung dem feudalen Landesausbau des Wiprecht von Groitzsch und seiner Erben.

Die Entfernung zwischen den Ortschaften war gering. Bildete Peres (278 ha) mit dem Rittergut sozusagen das ökonomische Zentrum, so lag die Gemarkung des kleineren Piegel (159 ha) südlich und dessen dörflicher Kern nur einen km von Peres entfernt. Pulgar (232 ha) lag auch nur zwei Kilometer nordöstlich von Peres.

Peres
Region nach Inbetriebnahme des Tagebaus

2 Gedanken zu „Peres“

  1. Meine gesamte Kindheit verbrachte ich in Peres und ich habe noch sehr viele schöne Erinnerungen an den Ort und Umgebung.Der Ort wuchs schon stetig,und als Rat der Gemeinde für die Nachbardörfer Pulgar , Piegel,Lippendorf und Kieritzsch,waren wir schon ein stattlicher Gemeindeverband. Mein Herz schlug immer für Peres und es war sehr schade,dass der Kern des Verbandes der damaligen Energiepolitik geopfert wurde.l

  2. als Kind habe ich die ersten Jahre von 1977, 4 Jahre in der schule da verbracht. es war ein schöner Ort Peres erlitt das selbe Schicksal wie Droßdorf, wo ich herkam. es ist schade das diese orte weg mußten. ein LPG Bus brachte uns immer von Droßdorf nach Peres es war eine himmlichezeit damals.

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